Mobile Maschinen 

Robust unterwegs 

Zuverlässige Antriebstechnik für mobile Maschinen – robust, präzise und effizient im Einsatz

Harte Einsatzbedingungen erfordern robuste und wartungsarme Systeme

Mobile Maschinen arbeiten dort, wo die Bedingungen selten ideal sind. Baumaschinen, Kommunalfahrzeuge, Straßenreinigungsfahrzeuge, Landmaschinen und Sonderfahrzeuge müssen Staub, Schmutz, Feuchtigkeit, Vibrationen und starke Temperaturwechsel verkraften. Gleichzeitig sollen sie präzise, energieeffizient und komfortabel steuerbar sein.

Der verfügbare Bauraum ist häufig begrenzt, die geforderten Drehmomente sind dagegen groß. Kupplungen und Bremsen müssen deshalb hohe Leistungsdichte mit robuster Funktion verbinden.

Sie schalten Nebenaggregate, übertragen Kräfte, sichern Achsen und schützen die Mechanik vor Überlast – auch dann, wenn die Maschine auf unebenem Gelände arbeitet oder der Einsatz deutlich härter ausfällt als im Datenblatt.

Mönninghoff entwickelt elektromagnetische Kupplungs- und Bremssysteme für mobile Anwendungen, die auf Fahrzeugarchitektur, Antriebsaufgabe, Umgebung und Energiehaushalt abgestimmt werden. So entsteht Technik, die nicht nur auf der Straße, sondern auch abseits davon zuverlässig ihren Dienst tut.

Wenn der Einsatzort keine Rücksicht nimmt

Mönninghoff-Komponenten können in unterschiedlichen mobilen Maschinen zum Einsatz kommen, zum Beispiel

  • in Baumaschinen und Baugeräten
  • in Kommunal- und Straßenreinigungsfahrzeugen
  • in Land- und Forstmaschinen
  • in Spezial- und Sonderfahrzeugen
  • in mobilen Arbeitsmaschinen mit elektrischen oder hydrostatischen Nebenantrieben
  • in Antrieben für Pumpen, Lüfter und Kompressoren an Bord
  • in Anbaugeräten und wechselbaren Arbeitsaggregaten
  • in Park-, Halte- und Sicherheitsfunktionen
  • in Fahrzeugen mit begrenztem Bauraum und hoher Leistungsdichte

Die Aufgaben sind vielfältig: Ein Nebenaggregat soll bei Bedarf zugeschaltet werden. Eine Arbeitsfunktion muss zuverlässig abschalten. Eine Achse oder ein Anbaugerät soll im Stillstand sicher gehalten werden. Und bei einer Blockade darf nicht automatisch der gesamte Antriebsstrang Schaden nehmen.

Die Anforderungen an Kupplungen und Bremsen

Mobile Maschinen stellen an ihre Antriebstechnik besondere Anforderungen

  • Robustheit im Außeneinsatz Staub, Schmutz, Matsch, Feuchtigkeit und Ernte- oder Baustellenreste gehören zum normalen Umfeld.
  • Hohe Vibrations- und Stoßfestigkeit Unwegsames Gelände und dynamische Arbeitsbewegungen belasten die Mechanik.
  • Hohe Drehmomentfähigkeit Nebenaggregate und Arbeitsfunktionen müssen zuverlässig mit hohen Kräften betrieben werden.
  • Kompakte Bauweise Der Einbauraum in Fahrzeugen und Anbaugeräten ist oft stark begrenzt.
  • Geringe Leistungsaufnahme Besonders bei mobilen und elektrifizierten Maschinen ist der Energiebedarf jeder Komponente relevant.
  • Zuverlässiges Schalten unter Last Antriebe und Arbeitsaggregate müssen auch bei wechselnden Drehzahlen kontrolliert zu- und abgeschaltet werden können.
  • Schutz vor Überlast Blockaden, Fremdkörper und plötzliche Lastspitzen dürfen nicht ungefiltert in Motor und Getriebe wirken.
  • Sichere Haltefunktion Park-, Arbeits- und Wartungspositionen müssen zuverlässig gesichert werden.
  • Temperaturbeständigkeit Kälte, Hitze und schnelle Temperaturwechsel dürfen die Funktion nicht unzulässig beeinflussen.
  • Hohe Lebensdauer Mobile Maschinen müssen über viele Betriebsstunden und Einsatzzyklen verfügbar bleiben.
  • Wartungsarme Integration Wartungsintervalle sollen planbar sein und die Maschine möglichst wenig aus dem Einsatz nehmen.
  • Passende Schnittstellen Kupplung und Bremse müssen zu Wellen, Getriebe, Elektrik, Hydraulik und Fahrzeugsteuerung passen.

Die Technik muss dabei gleichzeitig kraftvoll und sparsam, kompakt und belastbar sein. Mobile Antriebe sind eben keine Leichtathleten – sie müssen eher den ganzen Arbeitstag durchhalten.

Schalten, halten, Leistung bereitstellen

Mönninghoff entwickelt elektromagnetische Kupplungen und Bremsen für mobile Maschinen, die auf Drehmoment, Drehzahl, Schaltfrequenz, Umgebungsbedingungen und Fahrzeugarchitektur abgestimmt werden.

Elektromagnetische Lamellenkupplungen

Elektromagnetische Lamellenkupplungen können hohe Drehmomente bei kompakter Bauform übertragen und eignen sich für häufige Schaltvorgänge. Auch eine vorhandene Differenzdrehzahl zwischen An- und Abtrieb kann je nach Auslegung berücksichtigt werden.

Mögliche Einsatzbeispiele sind

  • hydrostatische oder elektrische Nebenantriebe
  • Pumpen-, Lüfter- und Kompressorantriebe
  • Arbeitsaggregate in Kommunal- und Baumaschinen
  • Anbaugeräte und wechselbare Zusatzfunktionen
  • Antriebe mit variablen Lasten und Drehzahlen

Die Kupplung ermöglicht so, Leistung bedarfsgerecht bereitzustellen, statt Nebenaggregate dauerhaft mitlaufen zu lassen. Das spart Energie und reduziert unnötige Betriebsstunden.

Elektromagnetische Zahnkupplungen

Elektromagnetische Zahnkupplungen ermöglichen formschlüssige Schaltvorgänge bei hohen Drehmomenten. Sie eignen sich besonders für Anwendungen, in denen ein klarer Schaltzustand, geringe Restmomente und möglichst wenig Verdrehspiel gefragt sind.

Typische Einsatzaufgaben sind

  • das Zu- und Abschalten von Nebenaggregaten
  • das Schalten von Anbaugeräten
  • definierte Verbindungen in Arbeits- und Fahrfunktionen
  • präzises Schalten bei begrenztem Bauraum
  • Anwendungen, die auch unter Last zuverlässig reagieren müssen

Die formschlüssige Verbindung unterstützt eine direkte Kraftübertragung und kann die präzise Steuerung der Arbeitsfunktion verbessern.

Elektromagnetische Zahnhaltebremsen

Elektromagnetische Zahnhaltebremsen können Achsen und Baugruppen formschlüssig sichern. Das Federkraft- beziehungsweise bistabile Prinzip kann eine zuverlässige und energieeffiziente Haltefunktion unterstützen.

Mögliche Einsatzfelder sind

  • Park- und Sicherheitsbremsfunktionen
  • Halten von Hub- und Verstellachsen
  • Sicherung von Anbaugeräten im Stillstand
  • Wartungs- und Rüstpositionen
  • Haltefunktionen bei Energieausfall

Gerade bei mobilen Maschinen ist es wichtig, dass eine sichere Haltefunktion nicht dauerhaft hohe elektrische Leistung benötigt. Energie ist unterwegs schließlich nicht unbegrenzt verfügbar.

Überlastschutz

Mobile Maschinen können auf Hindernisse, Fremdkörper, verdichtetes Material oder blockierte Arbeitsaggregate treffen. Ein abgestimmter Überlastschutz kann den Kraftfluss begrenzen oder trennen, wenn das Drehmoment einen definierten Grenzwert überschreitet.

Mögliche Überlastsituationen sind

  • ein blockiertes Anbaugerät
  • ein Fremdkörper in einem Arbeitsaggregat
  • eine verklemmte Förder- oder Schneideinheit
  • eine plötzliche Lastspitze im Pumpen- oder Lüfterantrieb
  • ein unerwarteter Widerstand beim Arbeiten im Gelände

Je nach Anwendung können Auslösewert, Rückstellung und Meldung an die Fahrzeugsteuerung berücksichtigt werden. So bleibt die Maschine auch dann möglichst handlungsfähig, wenn der Einsatz kurzzeitig anderer Meinung ist.

Wellenkupplungen

Drehsteife oder drehelastische Wellenkupplungen können Motor, Getriebe, Nebenaggregat und Arbeitsmaschine präzise verbinden. Je nach Ausführung können sie Fluchtungsfehler, Schwingungen und Stoßlasten berücksichtigen.

Mögliche Einsatzaufgaben sind

  • die Verbindung von Motor und Nebenaggregat
  • Antriebe für Pumpen, Lüfter und Kompressoren
  • Arbeitswellen in mobilen Anbaugeräten
  • Antriebsstränge mit Vibrationen und wechselnden Lasten
  • kompakte Fahrzeugarchitekturen mit begrenzter Ausrichtgenauigkeit

Eine passend ausgelegte Wellenkupplung unterstützt die Kraftübertragung und kann angrenzende Lager, Wellen und Getriebe entlasten.

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Mobile Technik, die durchhält

Ob Kommunalfahrzeug, Baumaschine, Landmaschine oder Sonderfahrzeug: Mönninghoff entwickelt Kupplungen, Bremsen, Wellenverbindungen und Überlastsysteme für mobile Anwendungen, die robust, kompakt, präzise und energieeffizient arbeiten.

Sie entwickeln eine mobile Maschine, möchten einen Nebenantrieb bedarfsgerecht schalten oder suchen eine robuste Lösung für hohe Lasten und begrenzten Bauraum? Sprechen Sie mit unseren Experten über Drehmoment, Drehzahl, Umwelteinflüsse, Energiebedarf, Überlastschutz und Haltefunktion. Gemeinsam machen wir Ihre Maschine zuverlässig für den nächsten Einsatz.

Energieeffizienz beginnt beim Nebenantrieb

Energieeffizienz beginnt beim Nebenantrieb

Mobile Maschinen müssen ihre Energie gezielt einsetzen. Ein Nebenaggregat, das dauerhaft mitläuft, obwohl es nur zeitweise gebraucht wird, erhöht Verbrauch, Geräusch und Verschleiß. Schaltbare Kupplungen können helfen, Funktionen bedarfsgerecht zu aktivieren.

Bei der Auslegung können unter anderem folgende Punkte berücksichtigt werden

  • gewünschte Betriebszeiten des Nebenaggregats
  • Drehmoment und Drehzahl
  • Schaltfrequenz und Schaltzeit
  • vorhandene Differenzdrehzahl
  • Energieversorgung und Leistungsaufnahme
  • verfügbare Baugröße und Einbaulage
  • thermische Belastung
  • Schutz vor Staub, Feuchtigkeit und Schmutz
  • Halte- und Parkfunktion
  • Integration in Fahrzeugsteuerung und Diagnose

So lässt sich die Antriebstechnik auf den tatsächlichen Arbeitszyklus abstimmen. Denn was nur dann läuft, wenn es gebraucht wird, muss auch nur dann Leistung aufnehmen.

Für jedes Fahrzeugkonzept passend ausgelegt

Eine Straßenreinigungsmaschine stellt andere Anforderungen als ein Radlader, ein Erntefahrzeug oder ein elektrisch betriebenes Sonderfahrzeug. Auch innerhalb einer Fahrzeugklasse unterscheiden sich Drehmoment, Arbeitsfunktion, Bauraum und Umgebungsbedingungen.

Für die Auslegung können unter anderem berücksichtigt werden

  • Fahrzeugtyp und Einsatzprofil
  • Nenn- und Spitzendrehmoment
  • Drehzahl und Differenzdrehzahl beim Schalten
  • Lastwechsel, Stöße und mögliche Blockaden
  • tägliche Betriebsdauer und erwartete Lebensdauer
  • Temperatur, Staub, Feuchtigkeit und Vibration
  • Wellen- und Getriebegeometrie
  • vorhandener Bauraum und Einbaulage
  • Energieversorgung und Steuerungsschnittstellen
  • gewünschte Wartungsintervalle
  • Sicherheits- und Haltefunktionen

Mönninghoff entwickelt daraus eine kundenspezifische Kupplungs- oder Bremslösung, die sich in die vorhandene Fahrzeugarchitektur integrieren lässt.

Vom Prototypen direkt in den Einsatz

Prototypen und Funktionsmuster ermöglichen es, die Performance der Komponenten direkt in der Maschine oder im Fahrzeug zu prüfen. Gerade bei mobilen Anwendungen ist der Test unter realen Bedingungen besonders wertvoll.

Mögliche Prüfpunkte sind

  • Schaltverhalten bei unterschiedlichen Drehzahlen
  • Drehmomentübertragung bei wechselnden Lasten
  • Funktion bei Vibration und Stoßbelastung
  • Auslösung und Rückstellung des Überlastschutzes
  • Widerstandsfähigkeit gegen Staub und Feuchtigkeit
  • Halte- und Parkfunktion
  • Energiebedarf und thermische Belastung
  • Dauerlauf und Verschleiß
  • Integration in Mechanik, Elektrik und Steuerung
  • Verhalten bei Wartung, Stillstand und Wiederanlauf

So lässt sich die Lösung direkt auf das Fahrzeugkonzept abstimmen, bevor die Serienintegration beginnt.