Pumpen und Kompressoren

Wir sind gerne unter Druck

Zuverlässige Antriebstechnik für Pumpen und Kompressoren – präzise, robust und langlebig

Dauerbetrieb und präzise Kraftübertragung bei Pumpen und Kompressoren

Pumpen und Kompressoren sind in vielen industriellen Prozessen unverzichtbar. Sie fördern Flüssigkeiten, Gase und Medien, halten Drücke aufrecht und versorgen Anlagen mit genau der Leistung, die im Prozess gebraucht wird. Häufig laufen sie über lange Zeiträume und unter wechselnden Druck-, Drehmoment- und Temperaturbedingungen.

Für den Antrieb bedeutet das: Die Kraftübertragung muss zuverlässig und präzise funktionieren. Gleichzeitig müssen Pumpe, Kompressor, Motor, Wellen und Lager vor Überlasten, Blockaden und Rückschlagmomenten geschützt werden.

Denn ein kleiner Fehler im Antriebsstrang kann schnell zu Produktionsstillstand, Energieverlust oder Schäden an wertvollen Anlagenkomponenten führen.

Mönninghoff entwickelt Kupplungs-, Brems- und Überlastsysteme für Pumpen und Kompressoren, die auf den jeweiligen Antriebstyp, das Lastprofil, die Umgebung und den verfügbaren Bauraum abgestimmt werden. So bleibt der Prozess in Bewegung – und die Wartungsabteilung möglichst im geplanten Kalender.

Wenn kontinuierlicher Betrieb wirklich kontinuierlich sein soll

Mönninghoff-Komponenten können in unterschiedlichen Pumpen- und Kompressoranwendungen zum Einsatz kommen, zum Beispiel

  • in Kreisel-, Verdränger- und Prozesspumpen
  • in Pumpensystemen für Wasser, Chemikalien, Öl und andere Medien
  • in Kompressoren für Druckluft, Gase und industrielle Prozesse
  • in Pumpen und Kompressoren für Energie-, Marine- und Verfahrenstechnik
  • in Vakuum- und Fördersystemen
  • in Kühl-, Schmier- und Versorgungskreisläufen
  • in Generator- und Nebenantrieben
  • in Anlagen mit variablen Fördermengen und Druckverläufen
  • in Prüf- und Testsystemen für Pumpen und Kompressoren

Die Anforderungen unterscheiden sich je nach Medium, Druck, Fördermenge und Betriebsart. Eine Pumpe kann durch einen Fremdkörper blockieren. Ein Kompressor kann beim Anfahren oder Abschalten hohe Rückdrehmomente erzeugen. Eine Prozessanlage kann plötzlich ein anderes Lastprofil anfordern.

Die Antriebstechnik muss daher nicht nur im stabilen Dauerbetrieb funktionieren, sondern auch kontrolliert mit Abweichungen und Störungen umgehen.

Die Anforderungen an Kupplungen und Bremsen

Pumpen- und Kompressoranlagen stellen an ihre Antriebskomponenten besondere Anforderungen

  • Präzise Kraftübertragung Drehmoment und Drehzahl müssen zuverlässig an die Arbeitsmaschine übertragen werden.
  • Funktion bei variabler Last Druck, Fördermenge, Medium und Betriebszustand können das Lastprofil verändern.
  • Schutz vor Überlast Blockaden, Fremdkörper und plötzliche Lastspitzen dürfen Motor, Getriebe und Pumpe nicht unkontrolliert belasten.
  • Schutz vor Rückschlagmomenten Beim Abschalten oder bei Prozessstörungen können Kräfte in Richtung Antrieb zurückwirken.
  • Geringes Verdrehspiel Für präzise und ruhige Kraftübertragung ist ein kontrolliertes Torsionsverhalten wichtig.
  • Schwingungsbeherrschung Vibrationen können Lager, Dichtungen, Wellen und Rohrleitungen zusätzlich belasten.
  • Dauerfestigkeit Der Betrieb über viele Stunden und Zyklen verlangt eine langlebige Auslegung.
  • Wartungsarme Konstruktion Stillstandszeiten sollen möglichst kurz und planbar bleiben.
  • Sichere Halte- und Bremsfunktion Pumpen- und Kompressorwellen müssen bei Bedarf definiert gestoppt und gehalten werden können.
  • Kompakte Integration Die Kupplung muss zur Welle, zum Getriebe und zur vorhandenen Anlagengeometrie passen.
  • Energieeffizienz Ein effizienter Antriebsstrang unterstützt die Wirtschaftlichkeit des Gesamtprozesses.
  • Umgebungsgerechte Ausführung Temperatur, Feuchtigkeit, Staub, Medien und mögliche Korrosion müssen berücksichtigt werden.

Eine gute Lösung schützt dabei nicht nur die Pumpe oder den Kompressor. Sie schützt auch die Verfügbarkeit des Prozesses, in dem die Arbeitsmaschine eingesetzt wird.

Übertragen, schützen, kontrolliert stoppen

Mönninghoff entwickelt Kupplungs- und Bremssysteme für Pumpen und Kompressoren, die auf Drehmoment, Drehzahl, Lastwechsel, Medium, Umgebung und Bauraum abgestimmt werden.

Überlastkupplungen

Überlastkupplungen schützen den Antriebsstrang, wenn ein definiertes Grenzmoment überschritten wird. Bei einer Blockade oder plötzlichen Lastspitze kann der Kraftfluss getrennt oder begrenzt werden.

Mögliche Überlastsituationen sind

  • ein Fremdkörper in der Pumpe
  • eine blockierte Pumpen- oder Kompressorwelle
  • ein verstopfter Ein- oder Auslass
  • ein unerwarteter Druckanstieg
  • ein Prozessfehler beim Anfahren
  • ein Rückdrehmoment beim Abschalten

Je nach Anwendung können Auslösewert, Rückstellung, Meldung an die Steuerung und Integration in das Schutzkonzept berücksichtigt werden. So wird die Überlastkupplung zu einer definierten Schutzfunktion und nicht zu einer ungeplanten Betriebsunterbrechung.

Drehsteife Wellenkupplungen

Drehsteife Wellenkupplungen ermöglichen eine präzise Kraftübertragung zwischen Motor, Getriebe und Pumpe oder Kompressor. Sie können kleine Fluchtungsfehler ausgleichen und das Verdrehspiel gering halten.

Typische Einsatzaufgaben sind

  • die Verbindung von Motor und Pumpenwelle
  • Antriebe für Kompressoren und Verdichter
  • Prozesspumpen mit hohen Anforderungen an Laufruhe
  • lange oder schwer zugängliche Wellenstränge
  • Anwendungen, bei denen Lager und Dichtungen entlastet werden sollen

Eine passend ausgelegte Wellenkupplung hilft, Drehmoment zuverlässig zu übertragen und zusätzliche Belastungen im Antriebsstrang zu reduzieren. Die Pumpe soll schließlich fördern – nicht die Welle mit unnötigen Nebenbewegungen beschäftigen.

Drehelastische Kupplungen

Drehelastische Kupplungen können Drehmoment übertragen und gleichzeitig torsionale Schwingungen sowie Stoßbelastungen dämpfen. Sie eignen sich für Antriebe mit wechselnden Lastprofilen und dynamischen Betriebszuständen.

Mögliche Einsatzfelder sind

  • Kompressoren mit wechselnden Druckverläufen
  • Pumpen mit wechselnden Fördermengen
  • Antriebe mit hohen Anfahrmomenten
  • Systeme mit Schwingungen oder stoßartigen Lasten
  • Verbindungen zwischen Motor, Getriebe und Arbeitsmaschine

Die passende Steifigkeit und Dämpfung müssen auf Drehmoment, Drehzahl und Prozess abgestimmt werden. Zu viel Unruhe im Antriebsstrang kostet schließlich nicht nur Komfort, sondern oft auch Lebensdauer.

Elektromagnetische Zahnhaltebremsen

Elektromagnetische Zahnhaltebremsen können Pumpen- und Kompressorwellen in einer definierten Position halten und kontrolliertes Starten, Stoppen oder Halten unterstützen. Das bistabile Prinzip kann dabei eine energieeffiziente Haltefunktion ermöglichen.

Mögliche Einsatzaufgaben sind

  • das Halten einer Welle bei Stillstand
  • definierte Positionen bei Wartung und Rüstvorgängen
  • Unterstützung von Not-Stopp-Funktionen
  • Halten von Nebenantrieben bei abgeschaltetem Motor
  • Sicherung von Achsen bei Energieausfall

Die konkrete Auslegung muss zur Drehzahl, Masse, Trägheit und Sicherheitsfunktion der Anlage passen. Besonders bei großen rotierenden Massen ist ein kontrolliertes Brems- und Halteverhalten entscheidend.

Magnetorheologische Fluidbremsen

Magnetorheologische Fluidbremsen ermöglichen ein stufenlos regelbares Bremsmoment und eine variable Dämpfung. Sie können für Prüf- und Regelaufgaben sowie für Anwendungen interessant sein, bei denen unterschiedliche Lastprofile kontrolliert abgebremst werden sollen.

Mögliche Einsatzfelder sind

  • dynamische Prüfstände für Pumpen und Kompressoren
  • variable Lastsimulationen
  • kontrollierte Verzögerung von Wellen
  • Dämpfung von Schwingungen und Lastwechseln
  • Anwendungen mit unterschiedlichen Betriebszuständen

So kann die Bremswirkung an den jeweiligen Prozesszustand angepasst werden. Ein Vorteil, wenn die Anlage nicht immer mit demselben Druck, derselben Drehzahl und demselben Lastprofil arbeitet.

Zur Produktübersicht >

Was sind Ihre Anforderungen? ›

Antriebstechnik, die den Prozess am Laufen hält

Ob Prozesspumpe, Kompressor, Verdichter, Vakuumanlage oder Nebenaggregat: Mönninghoff entwickelt Kupplungen, Bremsen, Wellenverbindungen und Überlastsysteme für Antriebe, die präzise, geschützt und dauerhaft zuverlässig arbeiten.

Sie entwickeln eine Pumpen- oder Kompressoranlage, möchten einen bestehenden Antrieb absichern oder suchen eine Lösung für variable Lasten und Dauerbetrieb? Sprechen Sie mit unseren Experten über Drehmoment, Druckverlauf, Rückdrehmoment, Schwingungen, Bauraum und Überlastschutz. Gemeinsam steuern wir Ihren Prozess zuverlässig.

Zuverlässige Technik für industrielle Anwendungen

Der Prozess bestimmt die Kupplung

Die Auswahl der passenden Kupplung oder Bremse hängt stark von der Arbeitsmaschine und dem Medium ab. Eine Wasserpumpe stellt andere Anforderungen als eine Chemikalienpumpe. Ein Druckluftkompressor arbeitet anders als ein Verdichter für Prozessgase. Auch Temperatur, Viskosität, Druck und Fördermenge beeinflussen das Lastprofil.

Für die Auslegung können unter anderem folgende Parameter berücksichtigt werden

  • Pumpen- oder Kompressortyp
  • Medium, Viskosität und Temperatur
  • Fördermenge und Druckverlauf
  • Nenn- und Spitzendrehmoment
  • Drehzahl und Drehrichtung
  • Anfahr- und Abschaltverhalten
  • Lastwechsel und mögliche Blockaden
  • Rückdrehmoment und Druckstöße
  • Wellen- und Getriebegeometrie
  • gewünschtes Torsions- und Dämpfungsverhalten
  • Bauraum und Einbaulage
  • Umgebungsbedingungen und Korrosionsanforderungen
  • Wartungsintervalle und erwartete Lebensdauer
  • Steuerungs-, Sensorik- und Diagnoseschnittstellen

Mönninghoff entwickelt daraus eine kundenspezifische Kombination aus Kupplung, Bremse, Wellenverbindung und Überlastschutz.

Dauerbetrieb braucht gute Abstimmung

Eine Pumpe oder ein Kompressor kann über viele Stunden zuverlässig laufen – wenn der Antriebsstrang sauber ausgelegt ist. Dazu gehört auch, thermische Belastungen, Schwingungen und die Wechselwirkung mit Lagern, Dichtungen und Rohrleitungen zu betrachten.

Bei der Systemintegration können unter anderem folgende Fragen relevant sein

  • Welche Lasten treten im Normalbetrieb und beim Anfahren auf?
  • Welche Drehmomentspitzen entstehen bei Blockade oder Druckstoß?
  • Wie wird der Antriebsstrang bei einer Überlast entlastet?
  • Wie wird ein kontrollierter Stopp umgesetzt?
  • Muss eine Welle in einer definierten Position gehalten werden?
  • Wie werden Temperatur und Betriebszustand überwacht?
  • Wie lässt sich die Lösung in die vorhandene Steuerung integrieren?
  • Welche Wartungs- und Prüfintervalle sind vorgesehen?

Der Blick auf das Gesamtsystem hilft, nicht nur eine passende Kupplung, sondern eine belastbare Antriebslösung zu entwickeln.

Von der Belastungsprobe zur Serienlösung

Prototypen und Funktionsmuster ermöglichen es, Kupplungen, Bremsen und Überlastsysteme unter realitätsnahen Lasten zu prüfen. So können Leistung, Lebensdauer und Sicherheit bereits vor der Serienintegration bewertet werden.

Mögliche Prüfpunkte sind

  • Drehmomentübertragung bei Nenn- und Spitzenlasten
  • Verhalten bei Anfahren und Abschalten
  • Lastwechsel und Druckschwankungen
  • Auslösung und Rückstellung des Überlastschutzes
  • Verhalten bei Blockade und Rückdrehmoment
  • Schwingungen und Torsionsverhalten
  • thermische Belastung im Dauerbetrieb
  • Halte- und Bremsfunktion
  • Verschleiß und Lebensdauer
  • Integration in Mechanik, Sensorik und Steuerung

So wird die Lösung Schritt für Schritt auf die tatsächliche Pumpe, den Kompressor und den Prozess abgestimmt.