Luftfahrt

Leicht, präzise, absolut zuverlässig

Leichtbau, Präzision und Sicherheit für die Luft- und Raumfahrt

Maximale Präzision und absolute Sicherheit bei extremen Bedingungen

In der Luft- und Raumfahrt zählt jedes Gramm – und jede Funktion. Antriebssysteme, Aktuatoren und Steuermechanismen müssen möglichst leicht und kompakt sein, gleichzeitig aber zuverlässig, präzise und sicher arbeiten. Das gilt für Anwendungen im Flugzeug ebenso wie für Raumfahrtsysteme, Bodengeräte und Prüfstände.

Die Umgebungsbedingungen machen die Aufgabe nicht einfacher. Vibrationen, Beschleunigungen, Temperaturwechsel und je nach Anwendung auch Druckveränderungen wirken auf die Komponenten ein. Bewegungen müssen trotzdem exakt ablaufen. Eine Kupplung muss sicher schalten. Eine Bremse muss zuverlässig halten. Und ein Überlast- oder Notfallverhalten muss eindeutig definiert sein. 

In sicherheitskritischen Anwendungen ist nicht nur die technische Funktion selbst entscheidend. Ebenso wichtig sind nachvollziehbare Entwicklungsprozesse, geprüfte Materialien, reproduzierbare Fertigung und eine lückenlose Dokumentation. Denn in der Luft- und Raumfahrt muss eine Lösung nicht nur funktionieren. Ihre Funktion muss auch verständlich, nachweisbar und über den gesamten Lebenszyklus beherrschbar sein.

Mönninghoff entwickelt kundenspezifische Kupplungs- und Bremssysteme für anspruchsvolle Aerospace-Anwendungen. Dabei verbindet das Unternehmen präzise Mechanik mit kompakter Bauweise, hoher Funktionssicherheit und einer Entwicklung, die auf die besonderen Qualitätsanforderungen der Branche abgestimmt werden kann.  

Wenn Ausfälle keine Option sind

Mönninghoff-Komponenten können in unterschiedlichen Anwendungen der Luft- und Raumfahrt zum Einsatz kommen, zum Beispiel

  • in Flugsteuerungen und Aktuatorsystemen
  • in Stell- und Verstellmechanismen
  • in redundanten Antriebssystemen
  • in Triebwerks- und Nebenaggregatanwendungen
  • in Satelliten- und Raumfahrtmodulen
  • in Boden- und Wartungsgeräten
  • in Prüfständen für Luftfahrtkomponenten
  • in Simulations- und Testsystemen
  • in Positionier- und Haltefunktionen bei Montage und Wartung

Die Bewegungsaufgaben können dabei sehr unterschiedlich sein. Manche Systeme benötigen eine schnelle, formschlüssige Schaltung. Andere verlangen nach einer feinfühligen Drehmomentübertragung oder einer sicheren Haltefunktion bei Energieausfall. Wieder andere müssen mit möglichst geringer Masse in einen sehr kleinen Einbauraum passen.

Gemeinsam ist allen Anwendungen: Die Komponente muss auch unter anspruchsvollen Bedingungen zuverlässig das tun, wofür sie ausgelegt ist.

Die Anforderungen an Kupplungen und Bremsen

Luftfahrt- und Raumfahrtsysteme stellen an ihre Antriebstechnik besondere Anforderungen

  • Hohe Funktionssicherheit Kupplungen und Bremsen müssen zuverlässig und reproduzierbar arbeiten.
  • Gewichtsoptimierte Konstruktion Eine geringe Masse ist wichtig, darf aber nicht zulasten von Sicherheit und Lebensdauer gehen.
  • Kompakte Bauweise Bauraum und Einbauposition sind häufig stark begrenzt.
  • Hohe Präzision Bewegungen und Schaltvorgänge müssen exakt und wiederholgenau ablaufen.
  • Robustheit bei Vibration und Beschleunigung Die Komponenten müssen dynamische Belastungen sicher beherrschen.
  • Temperaturbeständigkeit Wechselnde oder extreme Temperaturen dürfen die Funktion nicht unzulässig beeinflussen.
  • Sicheres Halten Achsen, Stellglieder und Baugruppen müssen in definierten Positionen gehalten werden können.
  • Kontrolliertes Notfallverhalten Bei Energieausfall oder Störung muss ein sicherer Zustand erreicht werden.
  • Geringes Verdrehspiel Für Steuer- und Positionieraufgaben ist eine möglichst spielfreie Kraftübertragung entscheidend.
  • Nachvollziehbare Qualität Materialien, Fertigungsprozesse, Prüfungen und Änderungen müssen dokumentierbar sein.
  • Hohe Lebensdauer Die Lösung muss für die erwartete Anzahl von Betriebs- und Schaltzyklen ausgelegt werden.
  • Zuverlässige Systemintegration Mechanik, Elektrik, Sensorik und Sicherheitskonzept müssen zusammenpassen.

Eine Aerospace-Lösung ist deshalb selten eine isolierte Einzelkomponente. Sie ist Teil einer Kette aus Funktion, Sicherheit, Dokumentation und Nachweis. Jedes Glied muss belastbar sein.

Schalten, halten, begrenzen

Mönninghoff entwickelt Kupplungs- und Bremssysteme für Luftfahrtanwendungen, die auf Drehmoment, Drehzahl, Gewicht, Bauraum, Sicherheitsfunktion und Umgebungsbedingungen abgestimmt werden.

Elektromagnetische Zahnkupplungen

Elektromagnetische Zahnkupplungen ermöglichen definierte, formschlüssige Schaltvorgänge bei hoher Präzision. Sie können sich für Anwendungen eignen, in denen ein Antrieb zuverlässig verbunden oder getrennt werden muss und möglichst wenig Verdrehspiel gewünscht ist.

Mögliche Einsatzbeispiele sind

  • Schaltaufgaben in Aktuatoren und Stellmechanismen
  • definierte Verbindungen in redundanten Antriebssystemen
  • Positionier- und Verstellfunktionen
  • das Zu- und Abschalten von Nebenantrieben
  • Schaltvorgänge in Prüfständen und Bodengeräten

Die formschlüssige Verbindung unterstützt einen klaren Schaltzustand und eine präzise Drehmomentübertragung. Das ist besonders dann relevant, wenn eine Abweichung nicht nur die Prozessqualität, sondern die sichere Funktion des Gesamtsystems beeinflussen kann.

Federkraftbremsen

Federkraftbremsen können Achsen und Baugruppen zuverlässig halten und kontrolliert abbremsen. Das Federkraftprinzip unterstützt eine sichere Bremsfunktion auch bei einem Ausfall der Energieversorgung.

Mögliche Einsatzaufgaben sind

  • das Halten von Stell- und Steuerachsen
  • Not-Stopp- und Sicherheitsfunktionen
  • die Sicherung von Baugruppen in einer definierten Position
  • Haltefunktionen in Prüfständen und Bodenanlagen
  • das kontrollierte Abbremsen bewegter Komponenten

Gerade bei sicherheitskritischen Anwendungen muss der Zustand bei Energieausfall von Anfang an berücksichtigt werden. Eine Bremse sollte nicht erst im Notfall darüber nachdenken, was sie tun möchte.

Polreibungskupplungen

Polreibungskupplungen ermöglichen eine schlupfgeregelte Drehmomentübertragung. Sie können für Anwendungen interessant sein, bei denen Kräfte kontrolliert eingeleitet, Drehmoment begrenzt oder Bewegungsabläufe feinfühlig geregelt werden sollen.

Mögliche Einsatzfelder sind

  • geregelte Bewegungen von Stell- und Verstelleinheiten
  • Drehmomentbegrenzungen in Nebenantrieben
  • kontrolliertes Anfahren und Abbremsen
  • Anwendungen mit variablen Lasten
  • Prüfstände mit unterschiedlichen Lastprofilen

Durch die regelbare Kraftübertragung kann die Kupplung dabei helfen, empfindliche Mechanik und nachgeschaltete Komponenten vor unnötigen Lastsprüngen zu schützen.

Wellenkupplungen

Drehsteife oder drehelastische Wellenkupplungen können den Antriebsstrang präzise verbinden und je nach Ausführung Fluchtungsfehler, Schwingungen oder stoßartige Belastungen berücksichtigen.

In Aerospace-Anwendungen können sie beispielsweise relevant sein für

  • die Verbindung von Motor, Getriebe und Stellmechanismus
  • Prüfstandsantriebe
  • kompakte Positionier- und Verstelleinheiten
  • Anwendungen mit hohen Anforderungen an Torsionssteifigkeit
  • Systeme, in denen Schwingungen und Zusatzlasten reduziert werden sollen

Die Kupplung muss dabei zu den Gewichts-, Steifigkeits- und Einbauanforderungen der Gesamtkonstruktion passen. Leichtbau ist schließlich mehr als „weniger Material“ – es ist präzise abgestimmte Funktion.

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Präzision, auf die man sich verlassen kann

Ob Flugsteuerung, Aktuator, Prüfstand, Bodenanlage oder Raumfahrtmodul: Mönninghoff entwickelt Kupplungen, Bremsen und Wellenverbindungen für Aerospace-Anwendungen, in denen Gewicht, Präzision, Sicherheit und Nachweisbarkeit zusammengehören.

Sie entwickeln ein System für die Luft- und Raumfahrt oder suchen eine kompakte, zuverlässige Antriebskomponente für eine sicherheitskritische Anwendung? Sprechen Sie mit unseren Experten über Drehmoment, Gewicht, Bauraum, Schaltverhalten, Haltekraft und Dokumentationsanforderungen. Gemeinsam entwickeln wir eine Lösung, die auch unter Extrembedingungen präzise funktioniert.

Sicherheit durch klare Systemzustände

In Luftfahrt- und Raumfahrtsystemen müssen mögliche Fehlerfälle früh betrachtet werden. Was geschieht bei einem Spannungsausfall? Wie wird eine Achse gehalten? Wann trennt ein Antrieb? Wie wird ein Not-Stopp ausgelöst? Und wie lässt sich der Zustand zuverlässig überwachen?

Für die Auslegung können unter anderem folgende Punkte relevant sein

  • sicherer Zustand bei Energieausfall
  • definierte Schalt- und Haltepositionen
  • Not-Stopp und kontrollierte Verzögerung
  • Redundanz und Ausfallsicherheit
  • Überwachung der Kupplungs- und Bremsstellung
  • mechanische Begrenzung von Drehmoment und Weg
  • Verhalten bei Sensor- oder Steuerungsfehlern
  • sichere Rückstellung und Wiederinbetriebnahme
  • Integration in bestehende Sicherheits- und Diagnosesysteme

Die konkrete Sicherheitsfunktion muss immer im Zusammenhang mit dem Gesamtsystem und den geltenden Anforderungen bewertet werden. Mönninghoff unterstützt dabei mit kundenspezifischen Komponenten und einer Entwicklung, die technische Schnittstellen früh berücksichtigt.

Qualität ist mehr als das Bauteil

In der Luft- und Raumfahrt zählt nicht nur, was eine Komponente kann. Ebenso wichtig ist, wie sie entwickelt, gefertigt, geprüft und dokumentiert wird. Rückverfolgbarkeit und nachvollziehbare Prozesse schaffen die Grundlage für eine zuverlässige Bewertung über den gesamten Lebenszyklus.

Für ein Aerospace-Projekt können unter anderem folgende Aspekte relevant sein

  • dokumentierte Entwicklungs- und Fertigungsprozesse
  • definierte Material- und Prüfanforderungen
  • nachvollziehbare Änderungen und Freigaben
  • reproduzierbare Fertigungsqualität
  • Funktions- und Dauerlaufprüfungen
  • Dokumentation der Messergebnisse
  • kundenspezifische Abnahme- und Nachweisdokumente
  • Anforderungen aus Qualitätsmanagement und Luftfahrtstandards

Mönninghoff baut seine Kompetenz für Luft- und Raumfahrtanwendungen weiter aus und plant aktuell die für 2026 angestrebte EN9100-Zertifizierung.

Von der ersten Idee bis zum verifizierten System

Aerospace-Projekte werden häufig über mehrere Entwicklungsstufen hinweg aufgebaut. Mönninghoff begleitet die Entwicklung von der ersten technischen Idee über Prototypen und Funktionsmuster bis zur Serienintegration.

Mögliche Entwicklungsschritte sind

  • Aufnahme der technischen und sicherheitsrelevanten Anforderungen
  • Auswahl des geeigneten Funktionsprinzips
  • Auslegung von Drehmoment, Drehzahl, Gewicht und Bauraum
  • Konstruktion und Aufbau eines Prototyps
  • Prüfung von Schalt-, Halte- und Bremsverhalten
  • Anpassung von Werkstoffen, Geometrie und Schnittstellen
  • Tests unter realitätsnahen Bedingungen
  • Vorbereitung der Serienintegration und Dokumentation

In den Tests können unter anderem Temperaturzyklen, Vibration, Dauerlauf, Lastwechsel und Notfallszenarien betrachtet werden. So wird aus einer technischen Idee eine belastbare Systemlösung.

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