Verteidigung

Stark durch sicherheitskritische Systeme

Robuste und präzise Antriebslösungen für sicherheitskritische Verteidigungssysteme

Zuverlässigkeit unter extremen Bedingungen

Verteidigungssysteme müssen auch unter außergewöhnlichen Bedingungen zuverlässig funktionieren. Hohe Beschleunigungen, starke Vibrationen, Stöße, wechselnde Drehmomente und extreme Temperaturen stellen besondere Anforderungen an die eingesetzte Antriebstechnik.

Kupplungen und Bremsen können in Fahrzeugen, automatisierten Systemen, Beobachtungs- und Positioniereinrichtungen sowie weiteren sicherheitskritischen Anwendungen wichtige Funktionen übernehmen.

Sie müssen Kräfte sicher übertragen, Antriebe präzise schalten und bewegte Baugruppen in definierten Positionen halten.

Dabei ist nicht nur die Leistung im Normalbetrieb entscheidend. Auch das Verhalten bei Energieausfall, Fehlbedienung, Not-Stopp oder einer unerwarteten Last muss betrachtet werden. Eine zuverlässige Komponente unterstützt ein Gesamtsystem, das auch unter schwierigen Bedingungen kontrollierbar bleibt.

Wenn Ausfallsicherheit keine Option, sondern Voraussetzung ist

Mönninghoff-Komponenten können in unterschiedlichen Bereichen von Verteidigungssystemen zum Einsatz kommen, zum Beispiel

  • in militärischen Fahrzeugen
  • in automatisierten und ferngesteuerten Systemen
  • in Positionier- und Schwenkeinrichtungen
  • in Beobachtungs- und Sensorsystemen
  • in Hub-, Verriegelungs- und Haltemechanismen
  • in Antrieben für Nebenaggregate
  • in Prüf- und Testsystemen für sicherheitskritische Komponenten
  • in mobilen und stationären Verteidigungsanlagen
  • in Antrieben mit hohen Anforderungen an Robustheit und Kompaktheit
  • in Systemen mit begrenztem Bauraum und hoher Leistungsdichte

Die konkrete Bewegungsaufgabe kann dabei sehr unterschiedlich sein. Ein Fahrzeugantrieb muss wechselnde Lasten und starke Vibrationen beherrschen. Eine Positioniereinrichtung benötigt eine präzise Kraftübertragung und eine sichere Haltefunktion. Ein automatisiertes System muss schnell reagieren und bei einer Störung einen definierten Zustand erreichen.

Gemeinsam ist allen Anwendungen, dass Zuverlässigkeit, Sicherheit und Robustheit zusammengehören. Die Antriebstechnik darf nicht zum Unsicherheitsfaktor werden.

Die Anforderungen an Kupplungen und Bremsen

Verteidigungssysteme stellen an Antriebskomponenten besondere Anforderungen

  • Hohe Ausfallsicherheit Die Komponenten müssen zuverlässig funktionieren und für die vorgesehene Einsatzdauer ausgelegt sein.
  • Robustheit bei Vibrationen und Stößen Mechanische Belastungen dürfen die Funktion nicht unzulässig beeinträchtigen.
  • Variable Drehmomente Lasten und Betriebszustände können sich schnell und deutlich verändern.
  • Hohe Schaltgenauigkeit Antriebe und Baugruppen müssen definiert und reproduzierbar verbunden oder getrennt werden können.
  • Sichere Haltefunktion Positionen müssen auch bei Stillstand, Störung oder Energieausfall zuverlässig gehalten werden.
  • Kurze Reaktionszeiten: Bei dynamischen und sicherheitskritischen Bewegungen kann eine schnelle Reaktion entscheidend sein.
  • Kompakte Bauform Begrenzter Bauraum und hohe Leistungsdichte verlangen eine angepasste Konstruktion.
  • Geringe Leistungsaufnahme Mobile und autarke Systeme profitieren von energieeffizienten Komponenten.
  • Temperaturbeständigkeit Die Funktion muss bei den vorgesehenen Temperaturbereichen zuverlässig bleiben.
  • Schutz vor Überlast Antriebe, Getriebe, Wellen und angeschlossene Baugruppen müssen vor Fehlbelastungen geschützt werden.
  • Lange Lebensdauer Die Komponenten sollen auch bei hoher Belastung und langen Einsatzzeiten zuverlässig arbeiten.
  • Wartungsfreundlichkeit Prüfung, Wartung und Austausch müssen unter den vorgesehenen Bedingungen planbar bleiben.
  • Nachvollziehbare Qualität Auslegung, Fertigung und Prüfung müssen dokumentiert und rückverfolgbar sein.
  • Sichere Integration Kupplungen und Bremsen müssen sich in die mechanische, elektrische und sicherheitstechnische Architektur einfügen.

Die Herausforderung besteht darin, hohe Leistungsfähigkeit mit kontrollierbarem Verhalten zu verbinden. Robust bedeutet dabei nicht einfach größer oder schwerer, sondern passend zur konkreten Systemaufgabe ausgelegt.

Schalten, übertragen, sicher halten

Mönninghoff entwickelt Kupplungs- und Bremssysteme, die auf Drehmoment, Drehzahl, Lastwechsel, Umgebungsbedingungen, Schaltfrequenz und Bauraum des jeweiligen Verteidigungssystems abgestimmt werden.

Elektromagnetische Lamellenkupplungen

Elektromagnetische Lamellenkupplungen eignen sich für häufige Schaltvorgänge und variable Drehmomentanforderungen. Sie können eingesetzt werden, wenn Antriebsfunktionen unter unterschiedlichen Betriebsbedingungen zuverlässig verbunden oder getrennt werden müssen.

Mögliche Einsatzaufgaben sind

  • das Zu- und Abschalten von Nebenantrieben
  • die Verbindung von Motor, Getriebe und Arbeitswelle
  • das Schalten von Fahrzeug- und Hilfsantrieben
  • Anwendungen mit wechselnden Lasten und Drehzahlen
  • häufige Schaltvorgänge bei begrenztem Bauraum
  • Antriebe mit hohen Anforderungen an Lebensdauer und Robustheit

Eine passend ausgelegte Lamellenkupplung kann eine zuverlässige Drehmomentübertragung mit einer kompakten Bauform verbinden. Bei der Auslegung sind Drehmoment, Drehzahl, Schaltzeit, Wärmeentwicklung und Umgebungsbedingungen gemeinsam zu betrachten.

Elektromagnetische Zahnkupplungen

Elektromagnetische Zahnkupplungen ermöglichen definierte, formschlüssige Schaltvorgänge. Sie können eingesetzt werden, wenn hohe Drehmomente präzise übertragen und Antriebsstufen oder Baugruppen möglichst spielfrei synchronisiert werden müssen.

Typische Einsatzbeispiele sind

  • das Schalten von Antriebsstufen
  • die Synchronisierung von Positionier- und Schwenkbewegungen
  • das Zu- und Abschalten von Nebenfunktionen
  • formschlüssige Verriegelungs- und Positionieraufgaben
  • Anwendungen mit hohen Anforderungen an geringes Verdrehspiel
  • Systeme mit häufig wechselnden Betriebszuständen

Die formschlüssige Verbindung unterstützt einen klaren Schaltzustand und eine definierte Kraftübertragung. Das ist besonders dann relevant, wenn eine Baugruppe nach dem Schalten exakt in ihrer Position bleiben oder synchron mit einem weiteren Antrieb arbeiten muss.

Elektromagnetische Zahnhaltebremsen

Elektromagnetische Zahnhaltebremsen können Lasten formschlüssig und präzise in einer definierten Position halten. Das Zahnhalteprinzip unterstützt eine spielfreie Haltefunktion und kann bei sicherheitskritischen Bewegungen eine kompakte Lösung bieten.

Mögliche Einsatzaufgaben sind

  • das Halten von Schwenk- und Positionierachsen
  • die Sicherung von Hub- und Verriegelungsmechanismen
  • die Positionierung von Sensoren oder Beobachtungseinrichtungen
  • das Halten bei Stillstand und Wartung
  • die Absicherung von Baugruppen bei Energieausfall
  • Not-Stopp- und Sicherheitsfunktionen
  • die Unterstützung redundanter Haltekonzepte

Bei der Auslegung müssen Haltemoment, Schaltzeit, Positioniergenauigkeit, Belastungsrichtung und Sicherheitskonzept gemeinsam betrachtet werden. Entscheidend ist, dass die Bremse zur tatsächlichen Bewegungsaufgabe und zur Systemarchitektur passt.

Überlast- und Schutzfunktionen

Bei mobilen und sicherheitskritischen Systemen können Blockierungen, Stöße oder unerwartete Lastspitzen auftreten. Je nach Anwendung können Überlast- und Schutzfunktionen dazu beitragen, den Kraftfluss zu begrenzen oder Antriebskomponenten vor Folgeschäden zu schützen.

Mögliche Aufgaben sind

  • die Begrenzung unzulässiger Drehmomente
  • der Schutz von Getrieben, Wellen und Lagern
  • die Entlastung des Antriebs bei Blockierung
  • die kontrollierte Trennung des Kraftflusses
  • die Reduzierung von Folgeschäden bei Fehlfunktionen
  • die Unterstützung einer definierten Reaktion im Störfall

Die konkrete Schutzfunktion muss gemeinsam mit der Risikobeurteilung und dem Gesamtkonzept des Systems bewertet werden. Eine Schutzkomponente kann nur dann zuverlässig unterstützen, wenn Auslöseverhalten, Rückstellung und Wiederinbetriebnahme klar definiert sind.

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Robuste Antriebstechnik für sicherheitskritische Aufgaben

Ob militärisches Fahrzeug, automatisiertes System, Positioniereinrichtung, Sensorik oder Prüfstand: Mönninghoff entwickelt Kupplungen und Bremsen für Anwendungen, in denen Präzision, Robustheit, Ausfallsicherheit und kompakte Integration zusammengehören.

Sie entwickeln ein neues Verteidigungssystem, modernisieren einen bestehenden Antrieb oder suchen eine zuverlässige Lösung für Schalten, Halten und Überlastschutz? Sprechen Sie mit unseren Experten über Drehmoment, Drehzahl, Lastwechsel, Umgebungsbedingungen, Sicherheitsfunktion und Bauraum. Gemeinsam entwickeln wir Antriebstechnik, die immer zuverlässig funktioniert, wenn es drauf ankommt. 

Erprobte Technologie für sicherheitskritische Systeme

Zuverlässigkeit beginnt bei der Auslegung

Verteidigungssysteme müssen häufig unter Bedingungen funktionieren, die im normalen Maschinenbau nicht zum Alltag gehören. Stöße, Vibrationen, Temperaturwechsel und variable Lasten wirken direkt auf Mechanik und Antrieb.

Deshalb sollten bei der Auslegung unter anderem folgende Punkte betrachtet werden

  • Drehmoment und Drehzahl
  • Beschleunigung und Verzögerung
  • Massenträgheit der bewegten Baugruppen
  • Lastwechsel und Stoßbelastungen
  • Vibrationen und mögliche Resonanzen
  • Temperaturbereich und Temperaturwechsel
  • Feuchtigkeit, Staub und weitere Umwelteinflüsse
  • Schaltfrequenz und erwartete Betriebszyklen
  • gewünschte Halte- und Positioniergenauigkeit
  • Verdrehspiel und Torsionssteifigkeit
  • Verhalten bei Energieausfall und Not-Stopp
  • Anforderungen an Überlastschutz und Fehlerreaktion
  • verfügbarer Bauraum und Anschlussgeometrie
  • Gewicht und Leistungsaufnahme
  • Anforderungen an Steuerung, Sensorik und Diagnose
  • Wartung, Prüfung und Rückverfolgbarkeit

Mönninghoff entwickelt kundenspezifische Lösungen, die auf die konkrete Systemaufgabe und die Einbindung in die Gesamtarchitektur abgestimmt werden können. Dabei steht nicht nur die Belastbarkeit eines einzelnen Bauteils im Mittelpunkt, sondern die zuverlässige Funktion des gesamten Systems.

Definierte Zustände für kritische Situationen

Bei sicherheitskritischen Anwendungen ist entscheidend, wie sich das System bei einer Störung verhält. Was passiert bei einem Stromausfall? Wie wird eine bewegte Baugruppe gehalten? Wie reagiert der Antrieb bei einer Blockierung? Wie kann die Anlage sicher zurückgesetzt und wieder in Betrieb genommen werden?

Je nach Anwendung können folgende Funktionen relevant sein

  • mechanisches Halten unabhängig vom laufenden Antrieb
  • sichere Trennung oder Begrenzung des Kraftflusses
  • kontrolliertes Abbremsen bei Störungen
  • Überwachung von Schalt-, Brems- und Haltezuständen
  • Integration in redundante Sicherheitskonzepte
  • Schutz vor Überlast und Fehlbedienung
  • definierte Rückstellung nach einer Störung
  • sichere Wiederinbetriebnahme
  • dokumentierte Prüfung sicherheitsrelevanter Funktionen

Die konkrete Sicherheitsfunktion muss gemeinsam mit dem Gesamtsystem, der Steuerung und der Risikobeurteilung bewertet und validiert werden. Bei sicherheitskritischer Technik ist ein klarer Zustand besser als ein großes Fragezeichen.

Frühe Validierung für maximale Zuverlässigkeit

Bei anspruchsvollen Verteidigungsanwendungen können Prototypen und Funktionsmuster helfen, das Verhalten der Antriebskomponenten frühzeitig zu bewerten. So lassen sich mögliche Schwachstellen erkennen, bevor die Serienintegration beginnt.

Mögliche Prüfpunkte sind

  • Schaltzeit und Schaltzuverlässigkeit
  • Haltemoment und Haltegenauigkeit
  • Verhalten bei wechselnden Drehmomenten
  • Reaktion bei Überlast und Blockierung
  • Funktion bei Energieausfall und Not-Stopp
  • Verhalten bei Vibrationen und Stoßbelastungen
  • Temperaturwechsel und thermische Belastung
  • Dauerlauf und Verschleiß
  • Verhalten bei wechselnden Umgebungsbedingungen
  • Integration in Mechanik, Steuerung und Sensorik
  • Rückstellung und Wiederinbetriebnahme
  • Prüf- und Dokumentationsanforderungen

Die Ergebnisse können genutzt werden, um Konstruktion, Auslegung und Systemintegration gezielt zu optimieren. So entsteht Schritt für Schritt eine belastbare und nachvollziehbare Lösung.

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